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96. Sechstagerennen in Berlin

oder neudeutsch: Sixdays
oder ostdeutsch: Winterbahn

Didi Senft
Didi Senft im Velodrom
Hier ein kleiner Bericht von meinem ersten Besuch bei dem o.g. Ereignis. Ich hatte ja wirklich keine Ahnung was mich erwartet, wie dass alles funktioniert und ob es mir gefallen würde. Ich war ein wirkliches Greenhorn, was das Bahnfahren anbelangt. Aber nun von vorn - Jens, er hatte mich angestiftet,  und  ich fuhren nach Berlin. Nach ersten oberidischen Suchen wo auf der Landsberger Allee das Velodrom sein sollte, war ich schon nach den ersten Sekunden des Fundes begeistert. 

Selbst das unpopuläre U19 Rennen - die Sieger hießen hier Bastian Faltin / Ralf Matzke - ließ schon auf die Stimmung vermuten, die uns am Abend ereilen sollte.

Nach einer Vorstellung der Fahrer ging es dann auch voll los. Ob Wertungssprints, Mannschaftsausscheidungsfahren, Derny, Mannschaftszeitfahren, Einzelausscheidungsfahren, der Großen Jagd,Keirin oder dem Steher-Championat ganz egal, mich begeisterte die Leistung jedes einzelnen Bahnfahrer. Ich bekam allein von zuschauen, rumpfeifen und mitfiebern Gänsehaut oder erhöhte Pulswerte als ob ich selber kurz vorm Sprintfinale stehen würde.

Es war der absolute Hammer, welcher mit der spannenden "Großen KIA-Finaljagd" seinen Höhepunkt fand. Von Anfang an schenkten sich die Gegner Fulst/Lampater, Bartko/Beikirch und Risi/Marvulli keine Punkte oder Runden, jede Mannschaft kämpfte bis zum umfallen. Wenn die einen gingen, gingen die anderen spätestens eine halbe Runde später. Risi versuchte alles und fuhr eine unglaubliche Sprintattacke um kurz vor Schluss noch einen Rundengewinn rauszuholen, leider vergeblich. Die Meute holte die beiden Schweizer wieder ein. Dies war die Chance für Fulst/Lampater welche mit einem Rundengewinn und dem Sieg vergoldet wurde.

Was bleibt sind unvergessliche und atemberaubende Momente von den "Narren im Käfig", von der Kirmes in der Max-Schmeling-Halle, von einer perfekt initiierten Show zwischen Muskelblöcken und kurzen Röcken und von gastronomischen Gaumenfreuden die ihres Gleichen bei Großveranstaltungen sucht.